# ABC DEF GHI JKL MNO PQR ST UVW XYZ
 Justi, Ludwig
 Ludwig Justi (1876-1957) trat nach einer kurzen Zeit als Direktor des Frankfurter Städel Museums 1909 die Nachfolge Hugo von Tschudis als Direktor der Berliner Nationalgalerie an. 1919 eröffnete er im Kronprinzenpalais ein Museum der Gegenwartskunst. 1933 aus politischen Gründen beurlaubt und als Kustos an die Bibliothek der Staatlichen Museen versetzt, wurde er 1946 Generaldirektor der staatlichen Museen in Berlin.
zurück
 Kallir, Otto
 Otto Kallir (1894-1978) hatte seine "Neue Galerie" in Wien nach der nationalsozialistischen Annektion Österreichs verlassen müssen und 1939 die Galerie St. Etienne in New York (Link: www.gseart.com) gegründet, die seit 1943 bis heute eine Vielzahl von Käthe Kollwitz-Ausstellungen gezeigt und Wanderausstellungen organisiert hat. 1953 gelang es Kallir die bedeutende Kollwitz-Sammlung des Ehepaars Johanna und Walter L. Wolf zu erwerben, deren Blätter Grundstock vieler Kollwitz-Sammlungen amerikanischer Museen wurden.
zurück
 Klinger, Max
 Der Maler, Graphiker und Bildhauer Max Klinger (1857-1920) wurde Vorbild einer ganzen Künstlergeneration, vor allem durch seine frühen druckgraphischen Zyklen der 1880er Jahre. Diese behandeln, in Synthese von Naturalismus, Symbolismus und Jugendstil, neben phantastischen Sujets die alltäglichen Tragödien des Großstadtlebens in präzisen Milieubeschreibungen und unter dem Einfluss der naturalistischen Literatur auch das Schicksal unverheirateter Frauen, die Opfer verlogener Moral werden. Für das Werk von Käthe Kollwitz waren Klingers Zyklen "Ein Leben" (1884) und "Eine Liebe" (1887) von besonderer Bedeutung. -> Sachregister Malerei und Zeichnung
zurück
 Klipstein, August
 Der Berner Kunsthändler August Klipstein (1885-1951) verstarb über der Arbeit am ersten vollständigen Verzeichnis zur Druckgraphik von Käthe Kollwitz, das er unter Mithilfe ihres Verlegers Alexander von der Becke und der Sammler Helmut Goedeckemeyer sowie Dr. Walter Plew verfasste. Es erschien 1955 unter seinem Nachfolger Eberhard W. Kornfeld, der 2002 eine Neubearbeitung des Werkverzeichnisses von Alexandra von dem Knesebeck mit finanzieller Unterstützung der Kreissparkasse Köln herausgab.
zurück
 Kollwitz, Arne Andreas
 Professor Dr. med. Arne Kollwitz (geb. 1930) war langjähriger Chefarzt der urologischen Abteilung und anschließend ärztlicher Direktor des Sankt-Franziskus-Krankenhauses in Berlin. Nach dem Tod seines Vaters Hans Kollwitz steht er der Erbengemeinschaft von Käthe Kollwitz vor.
zurück
 Kollwitz, Hans
 Der Mediziner Dr. Hans Kollwitz (1892-1971), ältester Sohn von Käthe Kollwitz, trat in die Gesundheitsverwaltung ein, wurde 1928 Schularzt und später Seuchendezernent in Berlin. Er ließ sich nach dem Zweiten Weltkrieg vorzeitig pensionieren und stellte seine Arbeit in den Dienst am Werk seiner Mutter. Er veröffentlichte erstmals ihre Tagebücher und Briefe in Auswahlbänden, unterstützte Ausstellungen und gab einen Band mit Fotografien ihrer Plastiken heraus.
zurück
 Kollwitz, Karl
 Karl Kollwitz (1863-1940) freundete sich auf dem Gymnasium mit Konrad Schmidt, dem Bruder von Käthe Kollwitz, an und trat der von Käthe Kollwitz' Großvater Julius Rupp gegründeten Freien evangelischen Gemeinde nahe. Nach seiner Heirat mit Käthe Kollwitz 1891 praktizierte er in Berlin am Prenzlauer Berg (heute Kollwitzstraße) als Allgemeinmediziner. Seit Schulzeiten Mitglied der SPD, gründete er 1913 den Sozialdemokratischen Ärzteverein und wurde 1919 Stadtverordneter der SPD in Berlin.
zurück
 Kollwitz, Peter (1896-1914)
 Peter Kollwitz (1896-1914), jüngerer Sohn von Käthe Kollwitz, wollte ursprünglich Maler werden. Er meldete sich 1914 bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges als Freiwilliger und fiel am 22. Oktober 1914 bei Dixmuiden in Belgien.
zurück
 Kollwitz, Peter (1921-1942)
 Peter Kollwitz (1921-1942) wurde als erstes Enkelkind von Käthe Kollwitz geboren und nach dem jüngeren Sohn der Künstlerin, der 1914 im Ersten Weltkrieg fiel, genannt. Er wurde 1940 eingezogen und fiel am 22. September 1942 an der Ostfront bei Rschew.
zurück
 Kornfeld, Eberhard W.
 Der Kunsthändler und Sammler Eberhard W. Kornfeld ist seit 1951 Leiter der Galerie Kornfeld in Bern, die schon früh einen Schwerpunkt auf Käthe Kollwitz legte. Er gab 1955 und 2002 die Werkverzeichnisse zur Druckgraphik der Künstlerin heraus. Zudem versteigerte er drei bedeutende Kollwitz-Sammlungen: 1951 diejenige der Berliner Journalistin Louise Diel, die mit Käthe Kollwitz bekannt war und mehrere Bücher über die Künstlerin schrieb, 1952 diejenige von Walter Krieg und 2005 die Sammlung Lotar Neumann. (Link:www.kornfeld.ch)
zurück
 Lehrs, Max
 Der Kunsthistoriker Max Lehrs (1855-1938) übernahm 1896 die Leitung des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. Von 1904-1908 stand er dem Berliner Kabinett vor und wurde 1908 bis zu seiner Pensionierung wieder Direktor des Dresdner Kupferstich-Kabinetts. Neben der zeitgenössischen Graphik junger Künstler beschäftigte sich Max Lehrs vor allem mit der Graphik des 15. Jahrhunderts.
zurück
 Levy, Franz
 Franz Levy (1892-1937) gehörte dem Vorstand des in Köln ansässigen Warenhauskonzerns Leonhard Tietz AG (1933 umbenannt in Westdeutsche Kaufhof Aktiengesellschaft) an. Auf Anregung von Alfred L. Tietz gründete Levy 1925 für den Massenbedarf von Kleinpreiswaren die Ehape-Einheitspreis-Handelsgesellschaft (heute Kaufhalle), die in vielen Filialen von Tietz` Warenhauskonzern betrieben wurde. 1934 musste Levy als Jude aus dem Vorstand von Tietz' Unternehmen ausscheiden. Daraufhin gründete er eine eigene Wirtschaftsberatungsfirma. Aufgrund der zunehmenden Judenhetze emigrierte er schließlich nach England.
zurück
 Liebermann, Max
 Der Maler und Graphiker Max Liebermann (1847-1935) zählte zusammen mit Lovis Corinth und Max Slevogt zu den wichtigsten Vertretern des deutschen Impressionismus. 1898 gehörte er zu den Gründern der "Berliner Secession", deren erster Präsident er seit 1899 war. 1920 wurde er Präsident, 1932 Ehrenpräsident der Akademie der Künste. 1927 erhielt er den Orden "Pour le mérite". Nach der Machtergreifung Hitlers legte er im Mai 1933 das Ehrenpräsidium der Akademie nieder und erklärte seinen Austritt aus der Akademie. (Link: liebermann.im-netz.de)
zurück
 Liebknecht, Karl
 Der Rechtsanwalt Karl Liebknecht (1871-1919) trat 1900 in die SPD ein. Am 2. Dezember 1914 stimmte er als einziger Sozialdemokrat im Reichstag gegen die Kriegskreditvorlage. 1916 wurde er nach einer Kundgebung gegen den Krieg wegen Hochverrats verurteilt. Im Oktober 1918 trat er mit Rosa Luxemburg an die Spitze des Spartakusbundes und beteiligte sich an der Gründung der KPD. Am 15. Januar 1919 wurden beide von Freikorpsoffizieren ermordet.
zurück
 Lippmann, Friedrich
 Der Kunsthistoriker Friedrich Lippmann (1838-1903), erst Kustos am Österreichischen Museum für Kunst und Industrie in Wien, kam 1876 nach Berlin und wurde Direktor des Berliner Kupferstichkabinetts, das sich unter seiner Leitung zu einer der bedeutendsten graphischen Sammlungen in Deutschland entwickelte. Er gab u. a. die Zeichnungen Dürers und Rembrandts heraus.
zurück
 Luxemburg, Rosa
 Rosa Luxemburg (1871-1919) gründete, um die SPD zur Ablehnung weiterer Kriegskredite zu bewegen, am 5. August 1914 die "Gruppe Internationale". Aus dieser ging der Spartakusbund hervor, mit dem sie 1917 von der SPD in die von Hugo Haase neugegründete USPD überwechselte. 1918 Gründungsmitglied der KPD, trat sie vergeblich für eine Räterepublik zur Unterordnung des Militärs unter die Politik ein. Nach dem Scheitern des Januaraufstandes wurde sie mit Karl Liebknecht am 15. Januar 1919 ermordet.
zurück
 
 # ABC DEF GHI JKL MNO PQR ST UVW XYZ