21. Juni – 11. September 2016

Kabinettausstellung im Sommer
Der Steindruck im Fokus – Finessen der Farblithographie
Von illustrativen Werbedrucken über
Käthe Kollwitz zu Otto Dix


Der Sommer im Käthe Kollwitz Museum Köln wird farbig! Mit der späten Druckgraphik „Die Katze im Mohnfeld“ (1968) von Otto Dix in 12 noch nie gezeigten, einzelnen und kombinierten Andrucken von sieben Farbsteinen sowie mit bezaubernden Chromolitho-graphien von Käthe Kollwitz stehen die Technik und die Finessen der Farblithographie im Mittelpunkt einer kleinen, aber feinen Kabinettausstellung.

Gezeigt werden rund 50 Exponate, Leihgaben aus Privatbesitz und aus dem Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, darunter seltene Druckverläufe alltäglicher Gebrauchsgraphik aus der Zeit der Jahrhundertwende.

Auch die historische Litho-Presse des Museums ist seit langem wieder zu sehen! Mit ihr führt Walter Dohmen, Künstler und Kenner druckgraphischer Verfahren, an ausgewählten Terminen den Entstehungsprozess dieser komplexen Drucktechnik
anschaulich vor.


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Annelise Kretschmer, Untitled (Nina), early 1940s, vintage silver print, 23,8 x 17,8 cm 16. September –27. November 2016

Sonderausstellung anlässlich der photokina
Annelise Kretschmer – Entdeckungen
Photographien 1922 bis 1975

Im Herbst 2016 setzt das Käthe Kollwitz Museum Köln seine Reihe von Photographie-Ausstellungen fort und widmet anlässlich der photokina der Porträt-Photographin Annelise Kretschmer (1903–1987) eine eigene Schau.

Annelise Kretschmer zählt zu den bedeutenden Photographinnen der späten Weimarer Jahre. Als Vertreterin der „Neuen Sachlichkeit“, jedoch mit einem eigenwilligen ästhetischen Konzept, gehörte die gebürtige Dortmunderin zu den ersten Frauen, die in Deutschland ein eigenes Photo-Atelier eröffneten. Vor ihrer Kamera standen Künstler, Industrielle, Arbeiter, Bauern und immer wieder Kinder, deren Porträts zu den eindrucksvollsten Zeugnissen dieses Sujets zählen. Obwohl sie gleich mit ihren ersten Arbeiten auf den wichtigsten Ausstellungen ihrer Zeit vertreten war, geriet ihr Werk während der dreißiger Jahre, als sie sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen musste, zunehmend in Vergessenheit.

Mit rund 100 Arbeiten präsentiert die Ausstellung ein umfangreiches Konvolut an Photographien, darunter auch Entdeckungen aus den fünfziger und sechziger Jahren sowie Porträts von Künstlern wie Ewald Mataré, Albert Renger-Patzsch oder Daniel-Henry Kahnweiler. Der überwiegende Teil der hier vertretenen Arbeiten wurde niemals zuvor öffentlich gezeigt.