VORTRAGSREIHE
  
 
KUNST UND KONFLIKT -
Malerei und Musik im Spannungsfeld gesellschaftlicher
und politischer Auseinandersetzungen
Vortragsreihe in drei Teilen mit Lichtbildern, Medien und Musik

Referenten:
Dr. Uwe Westfehling und René-Marius Westfehling

Eintritt:
jeweils 5,00 € / erm. 3,50 €
(inkl. Besuch der Ausstellung)
 
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Teil I
Mittwoch, 5. August 2015, 18.00 Uhr
 

SKANDAL!
Empörung als Reaktion auf ästhetischen Wandel
Heftige Auseinandersetzungen sind immer wieder die Folge, wenn in den Künsten der Moderne der „Schock des Neuen“ um sich greift. Das ist in der Musik nicht anders als in Malerei oder Literatur. Fast scheint es so zu sein, dass nur über Provokation und Eklat eine Weiterentwicklung möglich ist. Aber wie läuft ein solches „Szenarium“ ab? Was sind die Motive, welche Fronten bilden sich und welche Ergebnisse kann man erwarten?

Wir betrachten ein „explosives“ Phänomen anhand markanter Beispiele und rücken besonders die Pariser Szene um 1900 mit den „Fauves“ und „Kubisten“ sowie den „Fall Strawinsky“  von 1913 mit „Sacre du Printemps“ in den Blickpunkt. Es geht um gestalterische Fragen, aber auch um Denkstrukturen und Sozialpsychologie.
 
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Teil II
Mittwoch, 19. August 2015, 18.00 Uhr
 

KUNST ALS WAFFE?
Idole und Feindbilder in Malerei und Musik
Im Krieg und in der Propaganda totalitärer Systeme spielen Bilder und Melodien eine hervorragende Rolle. Ein Schlachtfeld eigener Art! Positive und negative Stereotypen sollen das Denken und Handeln der Menschen beeinflussen. Aber ist es wirklich so, dass dergleichen nur dort geschieht? Finden wir ähnliche Effekte und Mechanismen nicht auch in den Auseinandersetzungen unserer demokratischen Umwelt? Zum Beispiel beim Wettstreit der Parteien um die Wählerstimme? Oder im Bemühen kämpferischer Gruppen, Aufmerksamkeit und Zulauf zu erringen?

Es geht u.a. um Karikatur und Plakat sowie um Musik nicht nur als Signal und Stimulans sondern sogar als – Foltermittel!

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Teil III
Mittwoch, 2. September 2015, 18.00 Uhr
 

ZENSUR!
Wie weit geht der Spielraum der Künste?
Die Künste sind frei! Das gilt durchaus nicht immer und schon gar nicht überall. Im Gegenteil: Eher sind "obrigkeitliche" Eingriffe der Normalfall, und dafür haben verschiedene Zeiten und Gesellschaften ein vielfältiges Instrumentarium ausgebildet. Was galt früher bzw. was gilt anderswo als gefährlich? Und was hier und heute bei uns?

Wir betrachten exemplarische "Fälle“ aus den Bereichen der bildenden Künste, und der Musik (mit einem Seitenblick auf die Literatur). Dabei klammern wir unsere Gegenwart nicht aus und stellen auch heikle Fragen: Wie viel Einschränkung muss sein? Wie viel Einschränkung darf sein? Was sagen Sie dazu?