Verlängert bis 8. Januar 2017

ANNELISE KRETSCHMER – ENTDECKUNGEN
Photographien 1922 bis 1975 
– Erweitere Ausstellung –

Nur selten erfährt eine Ausstellung solch vielfältige Resonanz! Zahlreiche Besucher berichten von ihren eigenen Erlebnissen im Atelier der Künstlerin; immer wieder werden neue, bisher unbekannte Originalabzüge vorgelegt. Ein Konvolut ragt in seiner Qualität hervor. Es deckt die gesamte Bandbreite ihres Schaffens ab, von frühen Modephotographien bis hin zu Auftragsarbeiten mit Einzel- oder Familienportraits. Eine Auswahl daraus ergänzt nun die Ausstellung und wird erstmalig präsentiert.


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Annelise Kretschmer

Annelise Kretschmer (1903–1987) zählt zu den bedeutenden Photographinnen aus der Zeit der späten Weimarer Republik. Obwohl sie gleich mit ihren ersten Arbeiten auf den wichtigsten Ausstellungen ihrer Zeit in Paris, Wien und Berlin vertreten war, geriet ihr Werk während der Zeit des Nationalsozialismus zunehmend in Vergessenheit.

Erst jetzt, im Abstand von beinahe hundert Jahren, wird ihre Kunst neu entdeckt: Es sind Werke, die die Zeit überdauern und in eine Reihe mit Aufnahmen berühmter Photographen wie Diane Arbus, Walker Evans oder Lucia Moholy gestellt werden können.

Mit mehr als 80 Vintage Prints – Leihgaben aus dem Nachlass der Künstlerin, dem Essener Museum Folkwang und aus Privatbesitz – präsentiert das Käthe Kollwitz Museum Köln nun ein umfangreiches Konvolut an Originalabzügen.


Ein umfassendes Bild vom Werk der Künstlerin
 

Zu sehen sind unter anderem selten gezeigte, frühe Bromöldrucke von 1922 – Abzüge, die malerisch anmuten und von den Anfängen der Photographiegeschichte erzählen.
Die ersten Silbergelatineabzüge Kretschmers, Impressionen ihrer Paris-Reise im Jahr 1928, vermitteln in ihrer dokumentarisch ausgerichteten Bildsprache die Idee des „Neuen Sehens“, das die strukturelle Beschaffenheit von Dingen ins Bewusstsein rückt. Pflastersteine am Montmartre oder Regentropfen auf einer Fenster-scheibe – die Faszination für Texturen wird Annelise Kretschmer nicht mehr verlieren. Auch nicht, als sie beginnt, sich photographisch für eine andere „Oberfläche“ zu interessieren: Das Gesicht des Menschen.

Als Portraitkünstlerin wird Annelise Kretschmer bald Geschichte schreiben. Vor ihrer Kamera standen Mannequins und Künstler, Industrielle, Arbeiter und immer wieder Kinder, deren Portraits zu den eindrucksvollsten Beispielen dieses Sujets zählen.

Orientiert an der Neuen Sachlichkeit, jedoch mit einem eigenwilligen ästhetischen Konzept, gehörte die gebürtige Dortmunderin zu den ersten Frauen, die in Deutschland ein Photo-Atelier eröffneten. 


Entdeckungen
Neben bekannten Werken aus der Vorkriegszeit stellt die Schau auch Entdeckungen aus den fünfziger und sechziger Jahren vor, als Kretschmer ihr Atelier nach dem Krieg in Dortmund (1950) wieder eröffnet hatte. Unter diesen Aufnahmen befinden sich auch Portraits von Künstlern wie Ewald Mataré, Albert Renger-Patzsch oder Daniel-Henry Kahnweiler.
Der überwiegende Teil der Exponate wurde niemals zuvor öffentlich gezeigt.


KURATOR
Thomas Linden

Weitere Stationen der Ausstellung
Paula Moderssohn-Becker Museum, Bremen (12.2. bis 21.5. 2017)
und die Städtische Galerie Iserlohn (2018).


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ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Freitag // 10–18 Uhr
Samstag, Sonn- und Feiertag // 11–18 Uhr
Neujahr geöffnet! 
An den Weihnachtstagen geschlossen.


EINTRITT

€ 5,00 // erm. € 2,00


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KATALOG ZUR AUSSTELLUNG


Zur Ausstellung erscheint die Publikation
Annelise Kretschmer – Photographien
Herausgegeben für das Käthe Kollwitz Museum Köln
von Hannelore Fischer
Text und Konzept: Thomas Linden
  
Emons-Verlag, Köln, 120 S., 80 Abb., € 18,00
Museumsshop


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FÜHRUNGEN 

Öffentliche Führungen
Sonn- und Feiertag // 15 Uhr
Donnerstag // 17 Uhr
Kosten: nur Eintritt, kein Führungsentgelt
Weitere Informationen 


Kuratorenführungen
 
mit Thomas Linden
Sonntag, 8. Januar 2017  // 15 Uhr
„Gesichter lesen“ 
Kosten: nur Eintritt, kein Führungsentgelt


Individuelle Führungen
an Werktagen: € 50 zzgl. Eintritt
an Wochenenden und Feiertagen: € 60 zzgl. Eintritt
Schüler-/Studentengruppen: € 20 zzgl. Eintritt
Weitere Informationen 

Privat geführte Gruppen
 
Bitte beachten Sie, dass auch für privat geführte Gruppen eine Anmeldung erforderlich ist! 
0221 / 227-2899 /-2602 oder museum@kollwitz.de


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FÜHRUNG UND EXKURSION 

Mittwoch, 4. Januar 2017 // 17.30 Uhr
»Faszination analoge Photographie«
Das Museum für Analog-Photographie (MAPh) 
Nach einer Kurzführung in der Sonderausstellung mit Thomas Linden führt eine Exkursion in das private Museum für Analog-Photographie des Kölner Photographen Wim Cox.
Kosten: € 10,00 // erm. € 7,00 (inkl. Eintritt MAPh)
Begrenzte Teilnehmerzahl!  
Weitere Informationen


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KOLLWITZ + CAMPUS
Die Plattform für Studierende

Freitag, 16. Dezember 2016 // 16.30 Uhr
„Die Ästhetik der Versachlichung“ –
Photographien von Annelise Kretschmer
Kosten: nur Eintritt
Weitere Informationen 


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PROGRAMM FÜR KINDER

Sonntag, 4. Dezember 2016 // 16 Uhr
Gesichtergeschichten
Führung für Kinder ab 6 Jahren
Kosten: nur Eintritt
Weitere Informationen


Samstag, 17. Dezember 2016 // 14–17 Uhr
Atelier für Engelportraits
Samstagswerkstatt mit Christiane von Königslöw,
der Tochter der Künstlerin
für Kinder ab 6 Jahren
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Weitere Informationen 


Entdeckerquiz
Mit unserem Kinderquiz bieten wir neugierigen Kunstfreunden ab
7 Jahren die Möglichkeit, alleine oder gemeinsam mit den Eltern die Sonderausstellung zu entdecken. Wer die Fragen beantwortet und alle Aufgaben gelöst hat, erhält am Ende eine kleine Überraschung!

Mittwoch, 28. Dezember 2016 // 10 – 13 Uhr
Die Welt steht Kopf!
Weihnachtsferien-Werkstatt »Camera Obscura«

für Kinder ab 7 Jahren
Begrenzte Teilnehmerzahl!
Weitere Informationen  


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Bildnachweise

Annelise Kretschmer:

Junge Frau, Modephotographie 1932
Selbstportrait um 1929
Montmartre, Paris 1928
Albert Renger-Patzsch, Wamel an der Möhne 1962
Tatjana und Lux Calvelli-Adorno im Schnee, Elmau um 1933
Hände von Annelise Kretschmer an der Hasselblad, 1960 (Photo: Christiane Kretschmer)
Hannes Riepe 1965
Nina 1943

Vintage Silbergelatineabzüge
(c) Christiane von Königslöw