Mutter, sich über ihre bedrohten Kinder stürzend, 1922/23

Pinsel in Schwarz, NT 960

Käthe Kollwitz, Mutter, sich über ihre bedrohten Kinder stürzend, 1922/23, Pinsel in Schwarz, NT 960
Der Kampf der Frauen gegen die Hölle von Gift und Feuer
Der Kampf der Frauen gegen die Hölle von Gift und Feuer, Hrsg. Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit, 1927

Die Zeichnung, auch »Fliegerbombe« genannt, entsteht 1924/25 in Zusammenhang mit einer Auftragsarbeit für die Internationale Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF).

Sie bezieht sich auf ein amerikanisches Gasmanöver an dem die Chemikerin Dr. Woker, ein Mitglied der IFFF, 1924 teilnimmt. Entsetzt über die Auswirkungen der vorgeführten Flugzeugbomben, Rauchbomben, Bandbomben etc. veranlasst sie die Bildung einer Kommission innerhalb der IFFF gegen diese Waffen. Die Kommission macht es sich in den folgenden Jahren zur Aufgabe, die Volksmassen über die Schrecken dieser modernen Kriegsmethoden aufzuklären. Eine Variante der Zeichnung wird dafür 1925 bis 1929 auf Flugblättern, Broschüren und Unterschriftenlisten immer wieder verwendet.