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Ich bin einverstanden damit, daß meine Kunst Zwecke hat. Ich will wirken in dieser Zeit, in der die Menschen so ratlos und hilfsbedürftig sind.«

Käthe Kollwitz, Tagebücher, Dezember 1922

Die Kollwitz-Forschung kennt heute rund 20 Plakatentwürfe der Künstlerin. Unter den realisierten Arbeiten finden sich einige ihrer bekanntesten Werke überhaupt, so u. a. die Lithografie »Nie wieder Krieg« – bis in die 1980er Jahre eine Ikone der Friedensbewegung.

Ihre beiden ersten Werke, das »Plakat zur Heimarbeit-Ausstellung« von 1906 und das »Für Groß-Berlin« von 1912, lösen im Deutschen Kaiserreich Skandale aus und werden schließlich verboten.

Die späteren Plakate der Künstlerin entstehen weitgehend zwischen 1919 und 1926, in der Zeit der Weimarer Republik, als die Künstlerin ihren höchsten Bekanntheitsgrad erreicht hat. Auf ihnen stehen die Not infolge des Ersten Weltkrieges und pazifistische Anliegen im Vordergrund.