Tod, einer Mutter das kranke Kind entreißend, verworfene Arbeit, 1911

Strichätzung, Kaltnadel und Schmirgel, Kn 119 II

Käthe Kollwitz, Tod, einer Mutter das kranke Kind entreißend, verworfene Arbeit, 1911, Strichätzung, Kaltnadel und Schmirgel, Kn 119 II

Dass die Auseinandersetzung mit der Todesangst um das eigene Kind in der Radierung »Tod, Frau und Kind« (Kn 108) für Käthe Kollwitz noch nicht abschließend behandelt ist, zeigen weitere Arbeiten, die in der Folge entstehen.

Wie sehr diese Erfahrung, während Hans Diphterie-Erkrankung um dessen Leben bangen zu müssen, die Künstlerin erschüttert hat, vermittelt die verworfene Arbeit »Tod, der Mutter das kranke Kind entreißend« auf besonders eindrückliche Weise. Der Kampf um das Kind mit dem Tod, der gewaltsam die innige Verbindung zwischen Mutter und Kind auseinander zu reißen droht, ist hier sehr viel deutlicher noch herausgearbeitet.

Ähnlich ist dies auch noch in der schließlich fertiggestellten und veröffentlichten Radierung »Tod und Frau um das Kind ringend« (Kn 121) wiederzuerkennen, die jedoch durch den engeren Bildausschnitt eine stärkere Fokussierung auf die Mutter-Sohn-Konfiguration aufweist.

Werke im Kontext

Käthe Kollwitz, Tod, einer Mutter das Kind entreißend, 1911, Kohle, gewischt, auf Ingres-Bütten, NT 634

Käthe Kollwitz, Tod, einer Mutter das Kind entreißend, 1911, Kohle, gewischt, auf Ingres-Bütten, NT 634

Käthe Kollwitz, Tod und Frau um das Kind ringend, 1911, Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel und Vernis mou mit Durchdruck von Bütten, Kn 121 IX b

Käthe Kollwitz, Tod und Frau um das Kind ringend, 1911, Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel und Vernis mou mit Durchdruck von Bütten, Kn 121 IX b

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