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Tod greift in Kinderschar,
Blatt 3 der Folge »Tod«, 1934

Käthe Kollwitz, Tod greift in Kinderschar, Blatt 3 der Folge »Tod«, 1934, Kreide- und Pinsellithografie, 500 x 420 mm, Kn 266 II b, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70300/83012.
Käthe Kollwitz, Tod greift in Kinderschar, Blatt 3 der Folge »Tod«, 1934, Kreide- und Pinsellithografie, 500 x 420 mm, Kn 266 II b, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70300/83012.

Die Bildidee vom Tod, der in eine Kinderschar greift, hat Käthe Kollwitz bereits 1920, als sie an dem Plakat »Wien stirbt! Rettet seine Kinder« arbeitet. In ihrem Tagebuch vermerkt sie dazu:

Etwas anderes zum Tod fiel mir dabei ein. Wie er in eine Kinderschar hereinpackt. Zwei Kinder hat er gefasst. Das eine, das er an den Haaren gerissen hat, liegt ganz still auf dem Rücken und sieht ihm versteinert in die Augen. Links sitzt eine Frau mit trauervollem Gesicht. Es ist nicht die Mutter des Kindes. Es ist die zusehende Frau, die aber alles empfindet.«

Käthe Kollwitz, Tagebücher, 12. Januar 1920

In der Komposition von Blatt 3 der Folge greift die Künstlerin diese Vorstellung noch einmal auf – der schwebende Tod, der zwei Kinder packt und sie gewaltsam mit sich nimmt.

Werke im Kontext

Käthe Kollwitz, Plakat »Wien stirbt! Rettet seine Kinder!«, 1920, Kreidelithografie in bis zu zwei Farben (Umdruck, bei der Schrift von geripptem Bütten), 930 x 565 mm, Kn 148 II, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70300/85026.
Käthe Kollwitz, Plakat »Wien stirbt! Rettet seine Kinder!«, 1920, Kreidelithografie in bis zu zwei Farben (Umdruck, bei der Schrift von geripptem Bütten), 930 x 565 mm, Kn 148 II, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70300/85026.
Käthe Kollwitz, Der Tod greift in eine Kinderschar, 1920, Schwarze Kreide auf dickem, chamoisfarbenem Papier, 500 x 653 mm, NT 860, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70200/83031.
Käthe Kollwitz, Der Tod greift in eine Kinderschar, 1920, Schwarze Kreide auf dickem, chamoisfarbenem Papier, 500 x 653 mm, NT 860, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70200/83031.