Die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges bis zu ihrem Tod am 22. April 1945 verbrachte Käthe Kollwitz in Moritzburg bei Dresden. Sie folgte damit einer Einladung des Prinzen Ernst Heinrich von Sachsen (1896–1971), eines passionierten Kunstsammlers und Bewunderers ihrer Kunst.
Als Dank schenkte sie ihm diese frühe Zeichnung und notierte darauf eine Widmung.
Entstanden war die Zeichnung mehr als ein halbes Jahrhundert vorher, als Kollwitz sich noch in der Ausbildung befand.
In seiner Autobiografie erwähnte der Prinz das Blatt unter dem Titel »Kaisers Geburtstag«, der sich wohl auf den Festtag des Monarchen bezieht, für den sich die beiden Männer »stadtfein« machen.