Im Zentrum des Blattes steht eine Frau gleich einer ›Schutzmantelmadonna‹. Unter ihrem angedeuteten Manteltuch lugt ein Kind hervor, vor das sie schützend ihre Hand hält. Hinter ihr treten aus dem schwarzen Grund des Holzschnittes die verzerrten Gesichter verzweifelter Menschen, die sich um sie scharen. Sie sind die Opfer des Krieges, den sie zwar überlebt, aber durch den sie seelische und körperliche Verwundungen davongetragen haben.
In ihrem Tagebuch notiert Käthe Kollwitz über die fast abgeschlossene Kriegsfolge:
Mit der Arbeit aber ist es eigentlich gut gegangen in diesem Jahr und ich bin dankbar dafür. Die Kriegsfolge ist so gut wie beendet. Wie ungenügend und mangelhaft sie auch geworden ist, wenn man sie an ihrer großen Aufgabe mißt, es ist doch ein Abschluß und ein Fertigwerden da.«