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Dem Andenken Ludwig Franks, verworfene zweite Fassung, 1914

Käthe Kollwitz, Dem Andenken Ludwig Franks, verworfene zweite Fassung, 1914, Kreidelithografie (Umdruck), mit blauer Kreide überarbeitet, 337 x 306 mm, Kn 131 I, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70300/93006.
Käthe Kollwitz, Dem Andenken Ludwig Franks, verworfene zweite Fassung, 1914, Kreidelithografie (Umdruck), mit blauer Kreide überarbeitet, 337 x 306 mm, Kn 131 I, Kollwitz Museum Köln, Inv. Nr. 70300/93006.

Ludwig Frank, Rechtsanwalt und Sozialdemokrat, der sich zu Beginn des Ersten Weltkrieges freiwillig meldet, fällt nur kurze Zeit später am 3. September 1914. Noch am Vorabend des Krieges hat er sich für eine parlamentarische Verständigung zwischen Frankreich und Deutschland stark gemacht, folgt dann aber seiner »nationalen Pflicht«.

Käthe Kollwitz wird noch im gleichen Monat um eine Zeichnung zu Franks Tod für die Zeitschrift Kriegszeit gebeten. In ihren Entwürfen greift sie auf ein Kompositionsschema zurück, das der Bildtradition der ›Beweinung Christi‹ entlehnt ist, bricht die Arbeit jedoch nach einigen Vorzeichnungen und zwei verworfenen Lithografien unvollendet ab.

Einige Jahre später fließen die hier entstandenen Gestaltungsüberlegungen in die Arbeit am Gedenkblatt für Karl Liebknecht ein.