Die für ihre ausdruckstarke Grafik bekannte Künstlerin stellt sich auch und besonders in ihrem dreidimensionalen Schaffen den Grundfragen des menschlichen Lebens. Anlässlich seines 30-jährigen Jubiläums im Jahr 2016 hat das Kollwitz Museum Köln nach umfangreichen Recherchen das erste Werkverzeichnis der Plastik von Käthe Kollwitz veröffentlicht.
Käthe Kollwitz: Die Plastik. Werkverzeichnis
Bearb. v. Annette Seeler, hrsg. v. Käthe Kollwitz Museum Köln
432 Seiten, 290 Abbildungen,
geb., Schutzumschlag,
Hirmer, München, 2016
»Wenn ich noch einmal leben könnte, würde ich mich ausschließlich als Bildhauerin betätigen«, soll Käthe Kollwitz am Ende ihres Lebens zu Prinz Ernst Heinrich von Sachsen gesagt haben. Uns heute erscheint es fast selbstverständlich, dass die weltweit bekannteste deutsche Künstlerin des 20. Jahrhunderts nicht nur Grafikerin, sondern auch Bildhauerin gewesen ist. Für Käthe Kollwitz aber, die sich erst 1904, im Alter von fast 37 Jahren, dem plastischen Gestalten näherte, war es ein zähes Ringen, ehe sie sich selbst mit ihren dreidimensionalen Arbeiten zufriedenstellte.
Von ihren insgesamt 43 plastischen Projekten sind 19 Bildwerke erhalten, 15 Plastiken wurden in Bronze vervielfältigt. Das von der Kreissparkasse Köln, der Trägerin des Käthe Kollwitz Museum Köln, finanzierte Werkverzeichnis dokumentiert deren Entstehung und künstlerisches Umfeld ebenso wie die technische Fertigung in zum Teil unterschiedlichen Güssen.
WVZ Katalog-Buch
Inhaltsverzeichnis (PDF)Erhältlich im Museumsshop
Bestellung per Mail an museum@kollwitz.de
Zusätzlich zur Print-Publikation, die als reich bebilderter Katalog u.a. über Gussgeschichte(n) und Motivbeschreibungen informiert sowie neue Interpretationsmöglichkeiten anbietet, steht ein zweiter Teil online zur Verfügung:
Um diese veränderlichen Informationen fortwährend aktuell zu halten, wurde die Form der PDF-Publikation gewählt.
Darüber hinaus nachzulesen sind hier Erläuterungen zu Bildgießereien, die im Auftrag von Kollwitz oder der Erbengemeinschaft arbeiteten, Erklärungen zu den traditionellen Gusstechniken Wachsausschmelz- und Sandgussverfahren sowie Schlussfolgerungen, die sich aus den Spuren der handwerklichen Prozesse etwa für die Datierung eines Gusses ziehen lassen.
WVZ Online-Publikation
Stand: Mai 2016 (PDF)WVZ Online-Publikation
Stand: Januar 2019 (PDF)