Tod mit Frau im Schoß, 1920/21

Holzschnitt, Kn 165 VII a

Käthe Kollwitz, Tod mit Frau im Schoß, 1920/21, Holzschnitt, Kn 165 VII a

Der Selbstmord ihrer Cousine Else Rautenberg 1920 ist für Kollwitz »das traurigste Vorkommnis« jenes Jahres - so eine Notiz in ihren Tagebüchern. Ihre Auseinandersetzung damit schlägt sich 1921 in diesem Holzschnitt nieder.

Der Tod hält die Frau, die ihren Kopf an seine Schulter schmiegt, mit beiden Armen umschlossen. Sein Haupt, das das Gesicht eines alten Menschen trägt, hat er an das ihre gelegt. Zu seinen Füßen liegt ein Dornenkranz.

Zu diesem Holzschnitt existieren mehrere Studien, in denen der Dornenkranz bereits angedeutet ist. Hierzu schreibt die Künstlerin in einem Brief an Arthur Bonus:

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Ist es nicht das, wo links unten ein Dornenkranz liegt? Das hab ich mir so gedacht, daß der Tod die Frau sanft zu sich nimmt. Dabei bleibt der Dornenkranz unten liegen. Oder auch, er legt sie sanft hin, immer aber trägt sie nicht mehr die Dornen.«
Käthe Kollwitz, in: Arthur Bonus, Das Käthe-Kollwitz-Werk

Der Tod erscheint hier als Freund. Er bringt der lebensmüden Frau die ersehnte Ruhe.

Studien

Käthe Kollwitz, Der Tod nimmt eine Frau zu sich, 1921, Kohle und schwarze Kreide auf Ingres-Papier, NT 883

Käthe Kollwitz, Der Tod nimmt eine Frau zu sich, 1921, Kohle und schwarze Kreide auf Ingres-Papier, NT 883

Käthe Kollwitz, Der Tod nimmt eine Frau zu sich, 1921/22, Kohle, schwarze und braune Kreide, gewischt auf olivbraunem Bütten, NT 885

Käthe Kollwitz, Der Tod nimmt eine Frau zu sich, 1921/22, Kohle, schwarze und braune Kreide, gewischt auf olivbraunem Bütten, NT 885

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