Frühe Einzelblätter

Käthe Kollwitz erlebt während ihres Studiums in München den Durchbruch des Naturalismus mit seinen Schilderungen des alltäglichen Lebens aus dem einfachen Volk. Sie schließt sich dieser Bewegung an, die in der bildenden Kunst von Liebermann und Uhde angeführt wird.

Auch Käthe Kollwitz schildert das alltägliche Leben der Arbeiter - vorerst ohne jegliche Tendenz, sondern weil sie es als »schön« empfindet nach der Maxime: »Wie Zola oder jemand einmal sagte ›Le beau, c`est le laid‹.« (Käthe Kollwitz, Tagebücher, Rückblick 1941).

Analog zu den naturalistischen Dichtern stellt die Künstlerin das großstädtische Proletariat in den Mittelpunkt ihrer Arbeit. Erst die direkte Begegnung mit dem Großstadtproletariat im Norden Berlins und in der Arztpraxis ihres Mannes veranlassen Käthe Kollwitz zu sozialkritischen Werken.

Werke

Szene aus Germinal, 1893, Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel, Kn 19 III b

Käthe Kollwitz, Szene aus Germinal, 1893, Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel, Kn 19 III b

Käthe Kollwitz, Junges Paar, 1904?, Strichätzung, Schmirgel, Reservage und Vernis mou mit Stoffdurchdruck, Kn 83 III c

Käthe Kollwitz, Junges Paar, 1904?, Strichätzung, Schmirgel, Reservage und Vernis mou mit Stoffdurchdruck, Kn 83 III c

Käthe Kollwitz, Gretchen, 1899, Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta und Polierstahl, Kn 45 IV

Käthe Kollwitz, Gretchen, 1899, Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta und Polierstahl, Kn 45 IV

Käthe Kollwitz, Die Carmagnole, 1901, Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta bzw. Pinselätzung und Schmirgel, Kn 51 VII

Käthe Kollwitz, Die Carmagnole, 1901, Strichätzung, Kaltnadel, Aquatinta bzw. Pinselätzung und Schmirgel, Kn 51 VII

Käthe Kollwitz, Arbeiter vom Bahnhof kommend (Bahnhof Prenzlauer Allee), 1897-1899, Pinsel in Wasserfarben, weiß gehöht, auf Ingres, NT 146

Käthe Kollwitz, Arbeiter vom Bahnhof kommend (Bahnhof Prenzlauer Allee), 1897-1899, Pinsel in Wasserfarben, weiß gehöht, auf Ingres, NT 146