Tod und Jüngling, aufschwebend, um 1922/23

Schwarze Kreide, gewischt auf Zeichenpapier, NT 963

Käthe Kollwitz, Tod und Jüngling, aufschwebend, um 1922/23, Schwarze Kreide, gewischt auf Zeichenpapier, NT 963

Die Zeichnung ist eine von mehreren eindrucksvollen Arbeiten, auf denen der Tod jeweils mit einem Menschen in einer diagonalen Bewegung aufwärts strebend wiedergegeben ist. Sie alle entstehen 1923 um den Geburtstag ihres im Ersten Weltkrieg gefallenen Sohnes Peter, als die Künstlerin an einem Einleitungsblatt für die Mappe »Abschied und Tod« arbeitet, wie ein Tagebucheintrag belegt:

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Peters Geburtstag liegt in dieser Zeit. Ich arbeite an dem Tage an Entwürfen für das Einleitungsblatt zum Propyläenwerk ›Tod und Abschied‹. Peter war wieder bei mir.«
Käthe Kollwitz, Tagebücher, Februar 1923

Es ist davon auszugehen, dass es daher Peter auf allen diesen Entwürfen ist, der mit dem Tod aufschwebt - auch auf der im Werkverzeichnis der Zeichnung als »Tod und Frau, aufschwebend« betitelten unten gezeigten Arbeit (NT 967).

Werk im Kontext

Käthe Kollwitz, Tod mit Peter, aufschwebend, 1922/23, Kohle, gewischt auf Ingres-Bütten, NT 967

Käthe Kollwitz, Tod mit Peter, aufschwebend, 1922/23, Kohle, gewischt auf Ingres-Bütten, NT 967