Film im Forum

Kino im Begleitprogramm unserer Ausstellungen

Film im Forum - Käthe Kollwitz Museum Köln

Termine

4.3.2020

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

film im Forum

Kollwitz - Ein Leben in Leidenschaft

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602
oder museum@6ea87afd3f264a5fb0bc17c503a10af6kollwitz.de

D 2017 | 52 min. | Regie: Henrike Sandner und Yury Winterberg | Drehbuch: Sonya Winterberg | Eine Produktion von LOOKS in Koproduktion mit rbb in Zusammenarbeit mit ARTE.

Die Grafikerin und Bildhauerin Käthe Kollwitz (1867-1945) gilt als bedeutendste deutsche Künstlerin aller Zeiten. Ihr Werk ist in den USA, in Russland und auch China bekannt. Die großen Museen in aller Welt zeigen ihre Arbeiten, und Sammler zahlen auf Kunstauktionen hohe Preise. Ihr Mahnmal »Trauernde Eltern« auf dem Soldatenfriedhof im belgischen Vladslo gilt als die bedeutendste Grabplastik des 20. Jahrhunderts. Die Botschaft ihres bekanntesten Plakats »Nie wieder Krieg!« ist heute aktueller denn je.

»Die Kollwitz« war eine der ersten Frauen, die in München Kunst studieren durften, und sie wurde schon im deutschen Kaiserreich zu einer anerkannten Künstlerin. Lebensfroh, neugierig und engagiert mischte sich Käthe schon als junge Frau auch als eine politisch starke Stimme in ihre Zeit ein. Kein Werk ohne Botschaft. Schicksalsschläge, wie der Verlust ihres Sohnes Peter im Ersten Weltkrieg, erschütterten ihr Leben. Themen wie Trauer, Verlust, Armut, Hunger oder Krieg beschäftigen sie nun noch stärker.

Doch wie viel weiß man wirklich über Käthe Kollwitz? Wer war diese Frau hinter den Kunstwerken, die einen noch immer so ergreifen? In unzähligen Porträts blickt sie uns an. Und man hofft in dieser ständigen Selbstbefragung der Künstlerin eine Antwort zu finden auf die Frage, wer sie wirklich war.

Der Dokumentarfilm Kollwitz - Ein Leben in Leidenschaft, erschienen zum 150. Geburtstag der Künstlerin im Jahr 2017, begibt sich auf Spurensuche nach einer der charismatischsten Frauenpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts - auf Spurensuche in einem Leben, dass vor allem geprägt war von unbändiger, nie nachlassender Leidenschaft. Zu Wort kommen Kollwitz-Experten ebenso wie Wegbegleiter und Nachfahren, unter anderem die Enkelinnen, die ihre Großmutter während der letzten Tage in Moritzburg begleitet hatten.

Archiv

20.11.2019

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

StummFilm mit Livemusik im Forum:
»Berliner realismus«

Mutter Krausen's Fahrt ins Glück

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602
oder museum@44d86d0518914646ba5f29af0b978aeckollwitz.de

Stummfilm nach Erzählungen und Skizzen Heinrich Zilles
D 1929 | Produzent: Willi Münzenberg | Regie: Piel Jutzi | Drehbuch: Willy Döll, Johannes Fethke, Otto Nagel

1929, ganz am Ende der Stummfilmzeit, erlebte der soziale Realismus des Weimarer Kinos einen seiner großen Höhepunkte: »Mutter Krausen‘s Fahrt ins Glück« gilt zugleich als einer der wenigen geglückten Versuche, das Berliner Arbeitermilieu in Wedding getreu den damals populären Darstellungen von Heinrich Zille und Käthe Kollwitz wiederzugeben.
Die tragische Geschichte der Zeitungsausträgerin Mutter Krause und ihrer Familie, die mit einem Kleingangster zusammenleben muss, lobte der Filmkritiker Siegfried Kracauer seinerzeit als »frei von Sentimentalität«:
»Man hat dergleichen öfters in Filmen gesehen, aber gewöhnlich nur als gruselige Staffage für irgendein auserwähltes Schicksal, das in prunkhaften Vorderhäusen happy endigt.«

Einführung und Live-Begleitung am Piano:
Daniel Kothenschulte

30.10.2019

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

Film im Forum: »Berliner realismus«

Kuhle Wampe oder: Wem gehört die Welt?

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602
oder museum@4d67a51478574b76936a7de2eeab1527kollwitz.de

D 1932 | Prometheus Film | Regie: Slatan Dudow Drehbuch: Bertolt Brecht, Ernst Ottwalt, Slatan Dudow | Musik: Hanns Eisler

Deutlich inspiriert vom sowjetischen Kino entstand mit »Kuhle Wampe« 1932 ein Musterbeispiel für Agitprop und für die Filmkunst der Weimarer Republik. Nach dem Selbstmord ihres Bruders zieht die junge Arbeiterin Anni (Hertha Thiele) in die Zeltkolonie »Kuhle Wampe« vor den Toren Berlins. Sie trennt sich von ihrem Freund, von dem sie schwanger ist, und findet zu einem selbstbestimmten Leben.
Neben den agitativen Montage-Sequenzen des Regisseurs Slatan Dudow und Hanns Eislers mitreißend-moderner Filmmusik schrieben Bertolt Brechts Dialoge Filmgeschichte: »Wer soll denn die Welt verändern«, lässt er in der berühmten Straßenbahnszene einen besser gestellten Fahrgast fragen. »Die, denen sie nicht gefällt«, erhält er von Annis Freundin Gerda selbstbewusst zur Antwort.

Einführung: Daniel Kothenschulte