Plakat »Nie wieder Krieg«, 1924

Kreide- und Pinsellithographie (Umdruck), Kn 205 III b

Käthe Kollwitz, Plakat »Nie wieder Krieg«, 1924, Kreide- und Pinsellithographie (Umdruck), Kn 205 III b

Das Plakat »Nie wieder Krieg« entsteht im Auftrag der Sozialistischen Arbeiter-Jugend anlässlich des Mitteldeutschen Jugendtages in Leipzig am 2.-4. August 1924. Dort wird es am 3. August 1924 - genau 10 Jahre nach der Kriegserklärung Deutschlands an Frankreich - bei einer Kundgebung auf dem Augustusplatz in Leipzig verwendet. Bei dieser soll nicht nur an die »schauderhaften Erlebnisse der blutigen Kriegsjahre« erinnert, sondern auch die Stimme erhoben werden zur Verhinderung weiterer Kriege.

Es ist eines der weltweit bekanntesten und eindrucksvollsten Plakate von Käthe Kollwitz. Ein Jugendlicher, der seine linke Hand aufs Herz, die rechte zum Schwur erhoben hat, ruft laut und vernehmlich - wie der weit geöffnete Mund beweist - nur diese drei fett unterstrichenen Worte: Nie wieder Krieg.

Möglicherweise bezieht sich Käthe Kollwitz mit der zum Schwur erhobenen Hand auf ein konkretes Ereignis: 1920, auf dem ersten Reichsjugendtag der Sozialistischen Arbeiterjugend Deutschlands in Weimar, streckt der Arbeiterjugend-Funktionär Max Westphal am Ende der großen Kundgebung den einzigen Arm, den ihm der Krieg gelassen hat, in die Höhe. Mit seiner mitreißenden hellen Stimme ruft er aus: »Nie wieder Krieg!«.

Adresse

Käthe Kollwitz Museum Köln

Neumarkt 18-24 / Neumarkt Passage

50667 Köln

+49 (0)221 227 2899

+49 (0)221 227 2602

Öffnungszeiten

Di bis Fr

10 - 18 Uhr

Sa und So

11 - 18 Uhr

Feiertage

11 - 18 Uhr

Montags

geschlossen

Bitte beachten Sie

Auch an Karfreitag sowie an den Ostertagen ist das Museum von 11 bis 18 Uhr geöffnet!

Öffentliche Führungen an allen Feiertagen um 15 Uhr in der Sonderausstellung

ANJA NIEDRINGHAUS - BILDERKRIEGERIN