Käthe Kollwitz (1867–1945)

Tod, Frau und Kind, 1910

Strichätzung, Kaltnadel, Schmirgel sowie Vernis mou mit Durchdruck von Bütten und Zieglerschem Umdruckpapier, in Braun, Kn 108 IV

Über das Werk

Der Tod fällt kaum ins Auge – ein knochiger Arm, um den Leib des Kindes geschlungen. Der Schädel in der äußersten Ecke, weniger als eine Andeutung. Die Wange der Mutter schmiegt sich eng an die Wange des Kindes. Im Laufe des langen Bildfindungsprozesses, währenddessen Käthe Kollwitz die Druckplatte immer wieder überarbeitete, verlieh sie der Mutter ihr eigenes Konterfei. Durch das Einbinden der eigenen Erfahrung, gibt sie der Urangst aller Mütter buchstäblich ein Gesicht – und dem Werk eine einzigartige Emotionalität

Werk im Kontext

Käthe Kollwitz, Tod, Frau und Kind, 1910, Kohle, gewischt, auf braunem Tonpapier, NT 609, Käthe Kollwitz Museum Köln