Talk im Forum

Vorträge, Künstlergespräche, Lesungen und Vorführungen

Mit unseren Veranstaltungen der Reihe ›Talk im Forum‹ bieten wir Besuchern in unterschiedlichsten Formaten tiefergehende Einblicke und die Möglichkeit zu intensiver Auseinandersetzung mit einem Thema. Ob Podiumsdiskussion, Fachvortrag, Werkstattgespräch oder Lesung - jede Ausstellung wird von abwechslungsreichen Veranstaltungen begleitet.

Lesung mit Peter Graf und Thomas Sarbacher - Käthe Kollwitz Museum Köln

Termine

15.1.2020

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

Lesung mit peter graf und thomas sarbacher

Ulrich Alexander Boschwitz: »Menschen neben dem Leben«

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602
oder museum@de758aec9a6d46e48ae89ad9ee7de826kollwitz.de

Bald 80 Jahre nach seinem Entstehen ist jetzt der Debütroman des erst kürzlich wiederentdeckten Schriftstellers Ulrich Alexander Boschwitz (1915-1942) erstmals auf Deutsch erschienen.

Mit rauem Ton und in verspielten Bildern portraitiert der gerade einmal zweiundzwanzigjährige Autor jene kleinen Leute im Berlin der Zwanzigerjahre, die nach Krieg und Weltwirtschaftskrise rein gar nichts mehr zu lachen haben. Doch seine Kriegsheimkehrer, Bettler oder Prostituierten hören nicht auf, das Leben zu feiern: Abends zieht es sie in die Vorstadtschänke „Fröhlicher Waidmann“ – die einen zum Trinken, die anderen zu Musik und Tanz. Sie alle treibt die Sehnsucht nach ein paar sorglosen Stunden, bevor sich am nächsten Morgen der graue Alltag wieder erhebt.

Der Autor:
Geboren 1915 in Berlin als Sohn eines jüdischen Kaufmanns flieht Boschwitz 1935 nach Skandinavien. Dort veröffentlicht er unter dem Pseudonym John Grane 1937 seinen ersten Roman – mit großem Erfolg. Die Einnahmen ermöglichen ihm ein Studium an der Pariser Sorbonne. 1939 erscheint sein zweites Buch »Der Reisende«, zunächst in England, dann in den USA und in Frankreich. Kurz vor Kriegsbeginn wird der Autor trotz seines jüdischen Hintergrunds als »enemy alien« auf der Isle of Man interniert und schließlich nach Australien verbracht, wo er zwei Jahre lang festgehalten wird. 1942, auf der Rückreise nach England, wird sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert und geht unter. Boschwitz stirbt im Alter von 27 Jahren, sein letztes Manuskript sinkt wohl mit ihm.

Der Herausgeber und Entdecker des Romans, Peter Graf, und der aus Film und Fernsehen bekannte Schauspieler Thomas Sarbacher zeichnen in ihrer Lesung ein lebendiges Bild vom „Berliner Lumpenproletariat“ der Zwischenkriegsjahre.

22.4.2020

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

Konzertlesung mit Renate Fuhrman und dem Duo KontraSax

»Zur Orientierung…«

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602
oder museum@aaa35122db4f41718f6c0b79210390bakollwitz.de

Am 75. Todestag von Käthe Kollwitz (1867-1945) und 35. Gründungstag des Käthe Kollwitz Museum Köln
Käthe Kollwitz zählt zu den bedeutendsten deutschen Künstlern des 20. Jahrhunderts. Dem Leser ihrer Tagebücher und Briefe begegnet sie darüber hinaus als Chronistin ihrer Zeit, als einfühlsame Zuhörerin, aber auch als härteste Kritikerin ihres eigenen Schaffens.

Anlässlich ihres 75. Todestages liest die Schauspielerin Renate Fuhrman aus den Selbstzeugnissen von Käthe Kollwitz und bringt den Zuhörern so diese besondere Persönlichkeit und ihre Zeit näher. Das Kölner Duo KontraSax kommentiert die Texte mit eigens hierzu entstandenen erzählerischen Kompositionen.

Archiv

27.11.2019

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

Lesung mit marita breuer

»Das Leben hatte dort etwas Brausendes...«

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602
oder museum@e69c32e0c944405c9db1616fb92828eckollwitz.de

Im Rahmen der Ausstellung: »Berliner Realismus - Von Käthe Kollwitz bis Otto Dix«
»Das Leben hatte dort etwas Brausendes«,
erinnert sich Käthe Kollwitz im Rückblick auf das Berlin des ausgehenden 19. Jahrhunderts. Mehr als 50 Jahre lebt und arbeitet die Künstlerin in der Metropole mitten im Arbeiterviertel  Prenzlauer Berg, beobachtet die politischen und gesellschaftlichen  Entwicklungen der Großstadt, nimmt Anteil an den Schicksalen der Menschen und engagiert sich aktiv mit ihrer Kunst. Ebenso ihre Künstlerkollegen Baluschek, Zille, Dix oder Grosz: Sie alle nehmen kein Blatt vor den Mund – weder in ihren Werken, noch in ihren schriftlichen Zeugnissen – und legen den Finger gezielt in die Wunde: dahin, »wo’s weh tut«.

Die Schauspielerin Marita Breuer - bekannt als »Maria« aus der Film-Triologie »Heimat« von Edgar Reitz - liest aus den Tagebüchern und Briefen von Käthe Kollwitz und ihren Künstlerkollegen. Im Kontext der Sonderausstellung BERLINER REALISMUS zeichnen diese Selbstzeugnisse ein lebendiges Bild der turbulenten Berliner Metropole zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

18.9.2019

Mittwoch

18.30 Uhr

Kosten: 7,50 € / erm. 4,50 €

Talk im Forum

Sammler und Jäger 

Tickets und Reservierung:
Tel. 0221 / 227-2602 
oder museum@5168f9016bb342449cb7954fa8bbf6abkollwitz.de

Im Rahmen der Ausstellung »Kollwitz im Esszimmer - Leben mit ›schwerer Kost‹ ...«
»Ihre Werke berühren mich, gehen unter die Haut«
… sagt eine Kölner Kollwitz-Sammlerin. »Alles im Werk der Künstlerin wirkt so authentisch – die Verzweiflung, aber auch das Nichtaufgebenwollen und die Momente der Lebensfreude«, findet ein Kollwitz-Sammlerpaar aus NRW. Und eine Kunsthändlerin aus Münster weiß: »Kollwitz-Liebhaber sind von Grund auf Philantropen«.

Beim Talk im Forum spricht Hannelore Fischer, Direktorin des Käthe Kollwitz Museum Köln, mit den Sammlern, der Kunsthändlerin und einem Auktionator über die große Leidenschaft für Käthe Kollwitz, über Klischees und Vorurteile und über den besonderen Markt für die Künstlerin.